Dianette

Wie wirken die Inhaltstoffe?

Dianette Dragees enthalten sowohl künstliches Östrogen als auch Progesteron. Diese Hormone lassen auf natürlich Weise den Körper glauben, dass der Eisprung bereits stattgefunden hat und sich somit auf ein heranreifendes Ei vorbereiten kann. Die Gebärmutterschleimhaut verdickt nicht und setzt somit kein gerieftes Ei zur Befruchtung frei. Der Schleim im Gebärmutterhals verdickt sich und dadurch können keine Spermien in die Gebärmutter gelangen. Eingenommen wird die Dianette täglich über einen Zeitraum von 21 Tagen und bietet einen fast 100%igen Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft. Zudem haben Dianette Dragees eine anti-androgene Wirkung, weshalb diese Anti-Babypille so effektiv in der Behandlung von Frauen mit übermäßigem Haarwuchs (Hirsutismus), hormonbedingtem Haarausfall und Akne ist. Dianette Dragees enthalten zwei wirksame Bestandteile, nämlich Östrogen und künstliches Gestagen. Die Hauptwirkstoffe sind Cyproteronacetat (2 mg) und Ethinylestradiol (35 Mikrogramm).

Anwendungsgebiete:

  • Schwangerschaftsverhütung
  • Hormonell-erblicher Haarausfall (androgenetische Alopezie)
  • Übermäßiger Haarwuchs
  • Schwere und/oder infizierte Formen der Akne

Packungsgrößen:

  • 21 Dragees (N1)
  • 3 x 21 Dragees (N2)
  • 6 x 21 Dragees (N3)

Für wen sind Dianette Dragees nicht geeignet?

Man sollte die Dianette Pille nicht verwenden, wenn man bereits schwanger ist oder eine eventuelle Schwangerschaft bestehen könnte und ebenso in der Stillzeit.

Außerdem ist von einer Einnahme abzuraten, wenn man hohe Cholesterinwerte, Diabetes, einen hohen Blutdruck, Durchblutungsstörungen hat. Wenn man einen Schlaganfall hatte oder über 35 Jahre alt ist und Raucher (Thrombosen-Gefahr) sollte man ebenfalls auf die Einnahme verzichten.
Des Weiteren sollte man Dianette Dragees nicht einnehmen, wenn man längerfristig bettlägerig ist (nach einer Operation oder einem Unfall), eine schwere Operation/Schwangerschaftsabbruch kurz bevor stehen, schwere Gefäßerkrankungen, Leberkrebs oder Leberfunktionsstörungen vorliegen.

Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Dianette auftreten?

Wie bei jedem Medikament können gewisse Nebenwirkungen auftreten. Dies kommt in der Regel sehr selten bis gar nicht vor, ist aber von Patientin zu Patientin verschieden, da jeder Mensch unterschiedlich auf gewisse Arzneistoffe reagiert.

Frauen, die empfindlich auf die Wirkstoffe Cyproteronacetat und Ethinylestradiol reagieren, können vermutlich Nebenwirkungen bei sich beobachten. Allerdings verlaufen diese Nebenwirkungen in der Regel harmlos und verschwinden, sobald der weibliche Körper sich an die Hormone gewöhnt hat. Sollten die Nebenwirkungen widererwartend nicht verschwinden, sollte man sich vom Frauenarzt beraten lassen und eine andere Pille in Erwägung ziehen. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Schmierblutungen, Kopfschmerzen, Veränderungen der Monatsblutung, Übelkeit, Magenbeschwerden, Brustspannen, Gewichtsveränderungen und ein verminderter Sexualtrieb (geminderte Libido).

Welche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind bekannt?

Es ist durchaus möglich, dass die gleichzeitige Einnahme von Dianette und einem Antibiotikum die empfängnisverhütende Wirkung der Pille vermindert und es zu einer ungeplanten Schwangerschaft kommen kann. Dies kommt daher, dass Antibiotika die Darmflora schädigen und so die Aufnahme anderer Arzneistoffe im Körper negativ beeinträchtigen.

Gehört man zu einer Personengruppe, die dauerhaft andere Medikamente einnehmen muss, so ist es ratsam im Vorfeld mit dem behandelnden Arzt die Einnahme der Dianette abzuklären.

Wie erfolgt die Anwendung von Dianette Dragees?

Orale Kontrazeptiva sind in der Regel sofort wirksam, wenn Sie am ersten Tag der Monatsblutung eingenommen werden. Jedoch muss man sieben Tage warten, bevor man vollständig geschützt ist. Dianette Pillen sollten täglich über einen Zeitraum von 21 des 28 Tage dauernden Zyklus eingenommen werden.

Danach erfolgt eine Pause von sieben Tagen. Innerhalb dieser sieben Tage ist die Frau weiterhin geschützt und es setzt eine Blutung, die sogenannte Entzugsblutung, ein. Frauen, die ohne Pillen-Einnahme, unter Menstruationsbeschwerden wie beispielsweise litten, erfahren jetzt die Periode etwas anders. Da kein Eisprung stattgefunden hat, verspürt man weniger Unbehagen und Schmerzen. Bei manchen Frauen verschwinden diese unangenehmen Begleiterscheinungen der natürlichen Periode auch komplett.